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Dienstag, 19. April 2022

Nachtrag Fotos Seidenschals


 Auf dem Louet ist der Zettel ja schon länger abgewebt.
Inzwischen sind die Schals geschnitten und fertig gestellt.
Bei mir findet die Fertigstellung der Webstücke immer erst nach der "Websaison" statt, 
dass passt dann viel besser in meinen Tagesablauf.
Gerade das Fransen drehen oder Knüpfen ist doch recht aufwendig und es spielt auch keine Rolle, wenn ich die Arbeit oft unterbrechen muss. Beim Weben hingegen mag ich es gar nicht, wenn ich gerade so schön im Fluss bin, davon laufen zu müssen.


Vier Schals und ein Kissen sind es geworden, gewoben in zwei unterschiedlichen Mustern .

Alle mit einem wunderbaren Glanz (so dass ich fast nicht Fotos davon knipsen kann) und natürlich sehr weich.


Da es beim weben zwischendurch ein paar Fehler gab, es aber mit dieser Seide fast nicht möglich ist, nochmals alles raus zu ziehen, habe ich aus dem fehlerhaften Teil beschlossen ein Kissen zu nähen.
Das ist aber noch nicht geschehen, kommt dann in einem anderen Post.

Hoffe, dass ihr alle schöne Ostern hattet und nun gut erholt in die neue Woche startet.
Herzlich grüsst
Doris

Freitag, 1. April 2022

Durchsichtig

 Das letzte Gewebe von diesem Winter/Frühling macht viel Freude beim weben.
Die feinen Zettelfäden sind stark und ich habe fast keine Fadenbrüche, dazu ist es immer ein schönes Gefühl Seide zu verarbeiten. Die feinen Fäden sind unglaublich stark, einfach ein Wunder der Natur.
Der Glanz ist einzigartig (der Geruch ist mir in der Webstube nie speziell aufgefallen, da es dort einfach nach Fäden/Webstube riecht) und dazu ist dann so ein Tuch hauchdünn, schimmernd und trotzdem fast durchsichtig.


oben in Leinwandbindung, unten Musterbindung mit einer etwas dickeren Seide


abgewandeltes Muster


und Kombination von beidem


Bei diesem Tuch hatte ich einen kleinen Kampf mit der Seide, diese Seide ist so rutschig, dass sie sich auf der Schussspule verselbstständigt hat. Ein Fadengewirr ist bei so feinen Fäden äusserst mühsam zu beheben, für diese Arbeit habe ich aber immer genügend Geduld, schliesslich haben viele Raupen dafür gearbeitet und auch ihr Leben gelassen, so möchte ich nicht verschwenderisch damit umgehen und irgendwann war die Seide wieder fest auf der Schussspule und ich konnte weiter weben. 😊










Montag, 21. März 2022

Schwarz, gelb, rot

Das ist der letzte Zettel für diesen Winter, ob ich diesen dann auch noch abwebe, weiss ich nicht.
Wenn es auch nur ein Teil sein wird, ist das ok.
Der Zettel ist aus schwarzer Seide für feine Seidenschals.


In meinem Lager sind ganz viele Seidenspulen, so ist es gar nicht ganz einfach, welche Farben ich für den Schuss verwenden soll. Hier hat es einige gelbe, es sind feine oder auch dickere Seidengarne dabei. Dabei gilt auch zu beachten, dass ein Spulen auch für den ganzen Schal langen soll, sofern ich diesen uni abweben möchte.


Nach dem Einzug über vier Schäfte habe ich noch ein kleines Stück angewebt,
das Muster stimmt, was schon mal sehr gut ist. (Die schwarzen, feinen Fäden sind eher mühsam
einzuziehen und würde mich ärgern, wenn ich diese Arbeit wiederholen müsste.)


Im Tuch ist der schwarze Zettel nur noch schemenhaft zu sehen, aber gerade das gefällt mir so gut.

Wünsche euch einen guten Start in die neue Woche
Doris

 

Mittwoch, 17. Februar 2021

Winterwanderung und drei fertige Schultertücher


Obwohl in den letzten Tagen ja richtig kalte Temperaturen herrschten, gab es wieder einmal einen längeren Spaziergang. Durch den Wald ging es in Richtung Bergwiesen, alles ist tief verschneit, die Strasse wird im Winter nur von Motorschlitten befahren. Auf diesen Spuren kann man recht gut laufen, dazu habe ich den Schlitten dabei, so ist der Rückweg in kurzer Zeit erledigt. 


Unten im Dorf bin ich gestartet und eigentlich würde der Weg noch weiter gehen, für mich ist aber heute genug. Je höher ich komme, desto kälter wird es, Sonne hat es auf dieser Talseite im Wald keine und da die Abfahrt auf dem Schlitten wohl recht rasant wird, habe ich beschlossen umzukehren.


Die Abfahrt hat viel Spass gemacht, war schnell und obwohl ich gut eingepackt war, recht frisch.



Beim Schultertuch oben ist alles fertig ausser, dass ich die Fransen noch gleich lang schneiden muss. Nach dem ersten Bad ist die Seide wunderbar weich und fällt schön.




Die grüne Seide ist etwas dicker, das Tuch etwas fester, aber trotzdem weich und zart.


Das nächste Schultertuch ist aus einem hellen blau, hier ist der Schuss aus Tussahseide,
dadurch ist die Haptik etwas anders, vor allem nach dem ersten Entspannungsbad ist das Tuch unglaublich weich und sehr anschmiegsam geworden


 Liebe Grüsse und eine gute restliche Woche

Doris

Samstag, 6. Februar 2021

Seidentücher

Endlich ist es soweit, der Zettel mit dem feinen Seidengarn ist fertig abgewoben.



Die Stoffrolle sieht etwas wild aus, die Fäden sind so leicht, fliegen und haften überall.  Das auseinanderschneiden ist eine weitere Herausforderung. Sobald der Schnitt gemacht ist, gleiten die Fäden davon und ich muss sofort mit der Nähmaschine die Ränder versäubern. Ein Teil ist nun bereit zum rollieren, ein paar weitere werde ich mit Fransen fertigstellen. Mal schauen ob das Verknoten der Fransen mit der feinen Seide überhaupt klappt.

Wünsche euch ein gemütliches Wochenende

Doris

Mittwoch, 20. Januar 2021

Viel Farbe

Beim nächsten Schultertuch  wird es richtig bunt, dieses Mal wird die gewünschte Kette fast komplett bemalt.
Damit das bemalen der Kette gut klappt, halte ich immer eine alte Laminierfolie darunter,
inzwischen habe ich damit schon recht viel Übung und so weiss ich wie sich die Farbe auf der Kette verteilt.

Nach dem bemalen der Kette gibt es eine kleine Pause, so kann es trocknen.
Obwohl es in meiner Webstube (ist ja in einem alten Stallteil) wirklich nicht sehr warm ist, die feine Seide trocknet sehr schnell.


Ich webe mit weisser Seide in Leinwand, die bunte Farbe verschwindet fast zuviel.
Es sind schöne Pastelltöne, für mehr Farbe müsste ich Köper weben, aber das wäre dann etwas für ein nächstes Tuch. 
Bei dem ersten Versuch erlebt man halt immer Überraschungen, das ist aber gerade das spannende an solchen Projekten. 
Dafür habe ich ja eine lange Kette, genügend um alles mögliche auszuprobieren.


Diese bunte Kette ist gerade in dieser Zeit wo draussen alles unter einer dicken, weissen Schneedecke liegt eine schöne Abwechslung.


Ob diese Schneehüte wohl den heute angesagten Sturm überleben ?



 

Donnerstag, 14. Januar 2021

Ein erster Teil

Bei diesem feinen Seidenzettel bin ich ja auch am ausprobieren von Maltechniken.
Ich weiss aber nicht wie das dann auch klappt mit dem fixieren der Seidenmalfarbe,
das Fixieren werde ich mit dem Bügeleisen machen.


Die abgenommene Seide habe ich als erstes in die unterschiedliche Teile auseinandergeschnitten und die Säume dann von Hand rolliert.
Von Hand Säume rolliert habe ich schon seit sehr vielen Jahren nicht mehr gemacht, aber nach einer kurzen Zeit ist das dann super gut gegangen und ist eine wirklich schöne Arbeit. Nach dem rollieren habe ich die Seide gebügelt und dann von Hand gewaschen.
Die Farbe hält sich gut und ich bin mit dem Versuch zufrieden.
Auf dem Bild unten sieht man sehr gut wie unterschiedlich die gefärbten Spulen auf dem Stoff wirken.




Beispiel einer eingefärbten Spule.


Bei der roten Seide habe ich es mit einem kleinen Muster versucht.
Das fotografieren der Seide ist sehr schwierig, am Tageslicht geht momentan nicht, dafür hat es zuviel Schnee und sonst glänzt es unglaublich oder ist irgendwie matt obwohl die Farbe ja überhaupt nicht matt ist.


Dieses Tuch ist in Köper gewoben, alles aus der gleichen Seide wie der Zettel.
Am Webstuhl war dieses vorwiegend weisse Tuch allerdings sehr schwierig, durch den grossen Glanz konnte ich dieses super feine Muster fast nicht erkennen.
Dafür ist dieses Tuch einfach unglaublich zart und äusserst angenehm.



Als nächstes kommt ein 180 cm langes Schultertuch in einer etwas "dickeren" Seide, gewoben in Leinwand.


Nach diesen ersten Versuchen weiss ich, dass es mit dem bemalen klappt und ich bin selbst gespannt was noch alles kommt. 


 

Donnerstag, 24. Dezember 2020

Gescheckt, gestreift und glänzend

Etwa so könnte man die weiteren Seidenstoffe bezeichnen.
Ich habe die Fadenspulen mit Farbtupfen bemalt und dann nach dem trocken in Leinwandbindung gewoben. Das ergibt immer wieder ein anderes Farbbild und sieht irgend wie schön aus.



Bei diesem roten Tuch habe ich abwechslungsweise Leinwandbindung und die Köperbindung
gewebt. 


Es glänzt unbeschreiblich, für mich als nicht gerade gute Fotografin fast zu viel.....


und bei diesem ist es noch fast schwieriger, eigentlich wäre es ein wunderbares grün, aber mit dem Kunstlicht sieht man das fast nicht.



Herzlichen Dank für eure zahlreichen Besuche auf meinem Blog, die lieben Kommentare, die guten Tipps und die guten Wünsche.


Mit dieser ganz besonders schönen Karte (gewoben von einer tollen Weberin) wünsche ich euch frohe Weihnachtstage.


 

Sonntag, 20. Dezember 2020

Seidenzettel

 Kurz vor Weihnachten habe ich es nun doch noch geschafft, der Seidenzettel ist auf dem Webstuhl. Meine Berechnungen waren auf jeden Fall soweit richtig, dass das Material für den Zettel gereicht hat und noch recht viel für den Schuss übrig ist. Auch das Zetteln hat gut geklappt, einzig das anknöpfen hat mir etwas Mühe gemacht, die Seide ist unglaublich glatt und rutscht immer weg.

Obwohl ich 40 Umdrehungen gemacht habe, das sind ca. 32 Meter, ist fast nichts auf der Zettelwalze, es ist alles so unglaublich fein, aber sehr stark, kein einziger Faden ist gerissen.



Eingezogen habe ich eine Köperbindung, also nicht allzu schwierig und das war bei diesen feinen Fäden auch gut, das Einziehen durch das Blatt war richtig anstrengend, denn man sieht die Fäden fast nicht und es glänzt unglaublich. Allerdings ist das Gefühl solche Seide in den Händen zu haben super schön, so zart und edel. 
Im  Blatteinzug habe ich auch promt 4 Fehler gemacht, es waren 4 anstelle von nur 2 Fäden pro Riet. Das Gewebe glänzt wirklich unglaublich und Fehler sind fast nicht zu sehen und ich bemerkte es erst auch nach 2 cm. Also nochmals ausziehen und einen neuen Versuch starten. 
Nun hoffe ich, dass es stimmt, sicher bin ich mir nicht und diese Seide mag es gar nicht wenn ich Schüsse ausziehen muss, dann verklebt sie und wird noch dünner.  




Natürlich wollte ich auch gleich einen ersten Versuch vom bemalen der Kette unternehmen,
 die Kette ist fest gespannt  und es klappt bei so Wellenlinien recht gut. Das Auslaufen der Farbe ist dabei gut, es gibt dann keine scharfen Kanten und fliessende Linien.


So sieht es dann im Muster aus und für den ersten Versuch bin ich ganz zufrieden. Die Farbe muss dann nach dem abnehmen vom Webstuhl noch mit dem Bügeleisen fixiert werden.


Nun wünsche ich euch allen frohe Weihnachtstage und das obwohl es für die meisten nicht die gleichen  wie in den letzten Jahren sein werden. 



Sonntag, 5. April 2020

Abschlussbilder Seidenschals


...nach dem auseinander schneiden, mussten alle Schals versäubert und genäht werden, anschliessend von Hand gewaschen, denn erst so kommt das Gittermuster zur Geltung und gebügelt...


...diese sind bereits kurz nach dem abnehmen ausgeflogen ...
...inzwischen sind auch alle anderen fertig gestellt...


...der gestreifte, dunkelgraue Schal ist als Letzter nur noch 120cm lang geworden...


...bin sehr zufrieden mit meiner Schalauswahl, leider war das Wetter beim Fotografieren nicht allzu sonnig und so sieht man den Seidenglanz nicht ganz so gut, dazu bin ich nun ja wirklich auch nicht gerade begabt in diesem Bereich...
...bei Sonnenschein zieht es mich in den Garten, da ist momentan einfach immer viel zu erledigen und die Arbeit mit den Pflanzen macht mir in dieser belastenden Zeit einfach Freude...


Liebe Grüsse
Doris